Für eine optimale Erfahrung der Inhalte dieser Website wird ein entsprechend großer Bildschirm empfohlen.


Handley Page H.P. 42

Nach meinen Versuchen mit einmotorigen CO2 Scale-Fliegern wagte ich mich an etwas Größeres. In meiner Bibliothek fand ich im Buch von Barnes über die Handley Page Flugzeuge die Risszeichnung der H.P. 42/45 Baureihe.

Beim Aeromodeller Planservice fand ich dann auch einen Bauplan für ein freifliegendes Modell der H.P.42, bei dem ich für den CO2-Flug nur die Spannweite ein wenig vergrößerte.

Der Modellentwurf beinhaltete interessante Details für die Ansteuerung der Querruder und der Höhenruder mit kleinen Gewichten, die bei Turbulenzen die Fluglage ausgleichen sollten. Ich habe das System eingebaut aber im Zuge der Trimmversuche deaktiviert.

Das Rumpfgerüst und die Tragflächen sind aus Balsaholz und dünnen Kiefernleisten gebaut und großteils mit Papier bespannt. Für die Wellblechteile habe ich weiches Balsaholz mit einem eigens angefertigten Schabwerkzeug in die Wellblechform gebracht. Die Beschriftung der Wellblechflächen war etwas herausfordernd und erfolgte mit dem Pinsel.

Das Modell mit dem gefederten Fahrwerk und „Unterlegkeilen“ bei den Rädern.

Das Modell mit den Scale-Vierblattpropellern. Der Rumpfdeckel vor den Tragflächen kann für das Betanken abgenommen werden. Für die Flugversuche kamen größere Zweiblattpropeller und Vierblattpropeller zum Einsatz.

Für das Fliegen des Modells ist ein sehr großer Flugplatz erforderlich. Da es so etwas im Raum Wien nicht mehr gibt, hängt das Modell jetzt unbeschadet im Wohnzimmer von der Decke.

Der Abflug bei einem CO2-Scale-Wettbewerb in der Nähe von Prag wird genau beobachtet.

Nach dem Start machte das Modell in wenigen Minuten einen großen Kreisflug und landete unter Standing Ovations unbeschadet wieder vor dem Publikum im hohen Gras an der Startstelle.