Grasshopper Engine
Live-Steam Dampfmaschine aus einem Bausatz von Anthony Mount
Im Jänner 1997 hatte ich die Gelegenheit, die Model Engineering Exhibition in London zu besuchen.
Bei dieser Gelegenheit erstand ich den Bausatz für die Grasshopper Engine von Anthony Mount. Da es auch viele andere sehr interessante Mitbringsel zu kaufen gab, war der Rückflug mit erheblichem Übergepäck beim Einchecken recht spannend.


Der Bausatz besteht aus Gussteilen, div. Halbzeugen, Wellen und Schrauben, Bauplan und Bauanleitung. Alles ist in Imperialen Maßeinheiten vorgesehen, und so machte ich eine Bestellliste für die erforderlichen englischen Gewindewerkzeuge und Bohrer, die nach dem Bau der Stuart V10-Maschine noch fehlten. Nach ca. vier Monaten Bauzeit war die Maschine fertig und lackiert und lief ab ca. einem halben Bar Druckluft.
Die Speisepumpe wird über einen Pleuel vom Balken herunter angetrieben.


Der Fliehkraftregler (im Modell ohne Regelfunktion), der Transmissionsriemen wäre wieder zu ergänzen, damit sich die Gewichte schön drehen.
Die Geradführung der Kolbenstange und das Hauptdampfventil.
Auf der Kurbelwelle ist außer dem großen Schwungrad auch ein Transmissionsrad für einen Ledergurt angebracht.


Das Fundament wurde in einer Umrissschablone aus Miniaturziegeln mit einem Mörtel aus Fliesenkleber und Weißleim aufgebaut.
Die Dampfmaschine war schon lange fertig, da erschien 2008 das Buch von Anthony Mount „Historic Engines Worth Modelling“ bei TEE Publishing in zwei Bänden. Im zweiten Band beschreibt der Autor auf 28 Seiten die „Easton & Anderson Grasshopper Beam Engine“ und den Bau des Modells mit vielen Details und Zeichnungen (im Wesentlichen wie die beim Kauf mitgelieferte Bauanleitung).
GJS 1998

