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Baltimore Clipper Harvey 1847

Plan der Firma Artesania Latina als Beispiel

Harvey noch in Bau ohne Rahsegel, Gaffeltop- und Großsegel aber mit familiärer Bewunderung.

Den Rumpf habe ich aus Styropor mit einem stabilen Holzkiel nach Spantschablonen gefertigt und mit mehreren Lagen GFK überzogen. Nach dem Aushärten und Schleifen wurde das Styropor aus dem Rumpf entfernt, um Platz für die technischen Einbauten zu bekommen. Das Deck ist ein Sperrholz/GFK Sandwich, in den die Mastfüße eingelassen sind. Ziel war es, das gesamte Deck mit der Takelage abnehmen zu können. Das erforderte eine rundum laufende verschraubte Dichtung mit Fensterdichtband und Vaseline zwischen Deck und Rumpf.

Die Masten und Stengen sind aus Rundholzstäben gefertigt, die Segel aus Kunstfaserstoff genäht, und unter dem Kiel kann zum Segeln eine Bleibombe an einem ca. 20 cm tiefen Schwert aus Acrylglas angebracht werden. Die Segelsteuerung erfolgt über Umlaufschoten unter dem Deck, die mit umgebauten Standardservos (Entfernung des Potentiometers) betrieben werden. Eine Umlaufschot wirkt auf Fock und Klüver, zwei weitere auf die großen Schratsegel, und das Brassen der Rahen sowie das Einholen der Rahsegel wird auch mit eigenen Umlaufschoten bewerkstelligt. Letztere Funktion habe ich aber auf Grund von zu hohen Reibungsverlusten wieder deaktiviert.

Um überhaupt eine Ahnung vom Segeln zu erhalten, habe ich auf der Alten Donau in Wien bei der Segelschule Irzl einen Segelkurs absolviert, bevor ich mich an das Steuern des Modells gewagt habe.

Gesegelt habe ich das Modell meist mit eingeholten Rahsegeln, weil die Wendemanöver ohnedies schon schwierig waren. Ausnahme war zu Beginn eine Ausfahrt auf dem Kaiserwasser.

Hier Ein Foto von meinem Harvey auf der Alten Donau.

Da das Modell im Betrieb ganz schön viel Wasser übernahm, habe ich auch eine elektrische Pumpe in den Rumpf eingebaut.

Ausfahrt auf der Neuen Donau in Wien.

Hier ist die am Kiel angehängte Bleibombe zu erkennen.