Forschungstauchboot LOLIGO
Ferngesteuertes Modell im Maßstab 1:16
Der Stapellauf ist bei diesem handlichen Modell kein Problem. Aber fangen wir am Anfang der Geschichte an.


Vom Original sind mir insgesamt nur drei Fotos bekannt. Sie wurden 1914 in der Werft Whitehead & Co. In Fiume/Rijeka während der Fertigstellung aufgenommen. Zur Geschichte des Bootes verweise ich auf die Beiträge in der Kategorie „Publikationen“ (Ist noch nicht veröffentlicht).
Eine wichtige Quelle war für die Konstruktion des Modells der Beitrag von Emo Descovich in seinem Buch „Technik der Tiefe“, in dem neben vielen Informationen auch eine Schnittzeichnung der LOLIGO abgebildet ist.
Die Zeichnung unterscheidet sich zwar in Details von den Fotos, doch war sie ein wesentlicher Anhaltspunkt, um die Funktion der einzelnen Komponenten nachvollziehen zu können.

Planung und Bau des Modells
Da ich vorhatte, zwei Engel Tauchtanks im Rumpf unterzubringen, konnte ich die Modellgröße in meinem Lieblingsmaßstab 1:16 festlegen. Die Rumpfhülle ist frei durchflutet, und ein Kunststoffrohr in ihrem Inneren beherbergt die gesamte Tauchtechnik. Die Hülle wollte ich in einer Negativform laminieren, …
Der Rumpf wurde in drei Teilen abgeformt: Heckkonus, Oberwasserschiff und Unterwasserschiff (beim U-Boot etwas eigenartig, aber es ging mir um die leichtere Lackierung und um die Zugänglichkeit zum Rumpfinneren.
Der von der Konstruktion her anspruchsvollste Teil war die im Heckkonus untergebrachte Antriebs- und Steuertechnik, da es dort sehr eng zuging.



Nach der Lackierung nimmt der Rumpf auf dem Modellständer Platz, der einem Foto von der Whitehead-Werft nachempfunden ist.


Jetzt fehlt nur noch die Detaillierung des Außenbereichs mit den Laufplatten des Decks, der Telefonboje mit dem Wimpel hinter dem Achterturm, der selbstgelöteten Schiffsschraube sowie der Name, diverse Taue und Bootshaken.
Die kleine weiße, runde Scheibe unter dem Modell ist der Magnet, mit dem die Elektronik von außen ein- und ausgeschaltet werden kann.
Auch der Scheinwerfer für die Beobachtungen unter Wasser ist montiert …
… und der Werftarbeiter ist vom Blitz geblendet.


Hier noch vier Links zu Artikel in Publikationen zum Thema:
GJS 2011
